News

AH startet mit einem Unentschieden

Kategorien: Herren,Senioren

Für unser erstes AH-Spiel in dieser Saison konnten wir aus dem Vollen schöpfen. Die geballte Fusballkompetenz um den Trainer und Beteuerstab hatte es sehr schwer, die richtige Aufstellung aus dem Hut zu zaubern, angsichts der Fülle an zur Verfügung stehenden Hochkarätern. Aber wie in jedem großen Verein, muss halt das ein oder andere Mal auch ein Superstar draußen bleiben. Heute traf es gleich 4 davon. Wäre die legendäre Nr. 2 noch fit gewesen, hätten sich bereits am ersten Spieltag Dramen abgespielt. Obwohl ein Drama ergab sich dann leider doch.

Es ist ja nicht so, dass ein AH-Spieler keine 90 Minuten den Platz rauf und runter rennen kann, nein oft sind 90 Minuten in dem Alter nicht genug. Einige brauchen allein schon 60 Minuten um sich aus den Stützstrümpfen in die Stutzen zu zwengen und der Pflegedienst muss permanent Schnürsenkel binden, da wegen der Kreuzbeschwerden das Bücken nicht mehr so gut geht. Aber ich will hier keine Internas verraten.

Das Aus- und Einwechseln in der AH, die Abkürzung steht übrigens für: „Auf dem Höhepunkt d. Karriere“ (Anm. d. Redaktion), ist eine sehr sensibele Angelegenheit, da hier ja ausschließlich Spieler eingesetzt werden, die topfit und unkaputtbar sind. Jeder Wechsel ist deswegen auch nur aus taktischen Gründen zu vollziehen, da bei keinem der Spieler auch nur ein Hauch körperlicher Defizite erkennbar ist. Auch nicht nach 15 Minuten aufwärmen. Obwohl …, aber ich schweife ab.

Das Spiel entzwickelte sich zu dem erwarteten Topspiel gegen den erwartet schweren Gegener, mit dem erwartet knappen Ergebnis und dem erwarteten Kasten Bier in der Kabine. Die 8 Ultras des SVO machten riesen Stimmung, die Choreografien am Spielfeldrand, die sich hauptsächlich die Kinder von Chris ausgedacht haben, waren Championsligataulich und als dann zum Schluss die Führungsriege des SVO dazu kam, kochte die Franz-Jungwirth-Arena.

Das Spiel plätscherte so dahin, bis plötzlich aus dem Nichts unser Bulle vom Bosborus mit seiner unnachahmlichen orientalischen Schusstechnik, genannt die Spitze der Süperlig, den Ball ins Tor hämmerte. (Nicht umsonst hat er sich seinen Zehennagel vergolden lassen). Irgendwann wenn seine C-Jugend diese Schusstechnik verinnerlicht …, aber ich schweife wieder ab.

Wütende Gegenangriffe der Iren waren die Folge, die Mannschaft stemmte sich mit allem was sie hatte dagegen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und trotzdem lagen wir plötzlich 1:2 in Rückstand.

Kurz vor Schluss kam dem Trainerfuchs dann der geniale Gedanke alles Gewicht auf die Offensive zu legen. Ein Abwehrspieler wurde geopfert. Jetzt kam der Edeljoker Claus als zweite Spitze, als Brecher, als Berserker, als Pizzaro des SVO. Welch ein Luxus, so einen Spieler jederzeit bringen zu können. Die nun 240 kg Lebendgewicht im Sturm, nahmen die Iren regelrecht auseinander. Die waren so verwirrt, dass sie bei dem Kunstschuss unseres Alpenbombers aus Wien, keine Reaktion mehr zeigten. Der Ball flog gefühlt einmal in Richtung Zugspitze, hatte dann aber diesen besonderen Schnitt, den nur ein Ösi beherrscht (die Spielen ja immer eine Halbzeit bergauf), und senkte sich unhaltbar hinter dem Mittelscheitel des irischen Goalis ins Tor.

Dieses 2:2 war hoch verdient. Dank der genialen Einwechslung des Trainers, konnte Claus das Tor von einem besseren Platz aus sehen. Was für ein Stratege. Wütende Gegenangriffe der Iren waren die Folge.

Das Spiel plätscherte so dahin und kurz vor Schluss erkannte sogar Jürgen, das sein Abwehrpartner Axel schon vor einiger Zeit für Claus das Feld verlassen hatte. Er hatte vorher ca. 15 Minuten lang versucht ihn auf dem Feld zu finden, aber das ist eine andere Geschichte.

Man kann nicht sagen, ob wir heute einen Punkt gewonnen oder verloren haben. Man kann aber mit Bestimmtheit sagen, dass wir einen Kasten Bier in der Kabine gefunden haben und in der dritten Halbzeit ganz klar überlegen waren.

Helli